Sonntag, 30. Januar 2011

Ski-Tag in Meråker

Heute gibts gleich wieder 2 Einträge. Ich tippe die Postings hier immer nur runter und lese sie nachher nicht mehr durch. Fehler, seltsame Satzstellungen und inkonsistente Schreibweisen dürfen - wie üblich - behalten werden.

Der Skitag am Samstag war ein Event, das von SiT organisiert wurde. Als ich kurz nach 8 das Haus verlassen habe, war es draußen recht windig, es hat geschneit und es war natürlich dunkel. Am Parkplatz standen viele vermummte Gestalten mit dem Rücken zum Wind neben 3 Bussen und haben darauf gewartet, einsteigen zu dürfen. Es hat eine Weile gedauert, bis alle im Bus waren, die Namen mussten überprüft werden, wir hatten ja schon zuvor bezahlt. Um dreiviertel 9 konnten ging es dann endlich los. Anfangs waren in der Landschaft noch ein paar grüne Flecken zu sehen, da es ja in letzter Zeit recht warm war und viel geregnet hat. Doch dann konnten wir schöne verschneite Gebiete und das Meer betrachten. Die Fahrt ging recht lange an einem Fluss entlang. Als ich ein Schild mit einem Elch gesehen habe, das auf den Wildwechsel hinweist, dachte ich noch "Eigentlich schade, dass nach solchen Schildern nur selten Wild zu sehen ist.", doch kurz darauf konnte ich einen Blick auf eine Elchkuh werfen, die zwischen Leitplanke und Fluss gemütlich an einem Ast kaute und sich von dem Bus, der knapp neben ihr vorbei fuhr, nicht stören lies. Mein erster Elch! Für ein Foto waren wir leider zu schnell unterwegs. ;)


Das letzte Stück zum Schigebiet war wie üblich steil und kurvenreich. Die Straße war sehr glatt und an einem Punkt gings auf einmal nicht mehr weiter. Der Bus ist ein Stück zurück gerutscht und es gab einen lauten Rums, als er gegen den Schneeberg am Straßenrand gekracht ist. Es ging nicht mehr vor und nicht zurück. Auch die Türen konnten nicht geöffnet werden, denn beide Türen waren auf der rechten Seiten und der Schneeberg gab nicht nach. Wir waren aber schon am Ziel angekommen - das wurde uns zumindest gesagt, sehen konnte man draußen nicht sehr weit, es war etwas neblig und windig, wir waren froh im Bus warten zu können, wo uns kein Schnee ins Gesicht geweht wurde. Der Busfahrer ist aufgestanden, hat sich umgedreht und ein verlegenes "Ähehe" gelächelt, was mich sehr gut unterhalten hat. ^^ Wir haben uns darüber gewundert, warum die Busse hier keine Schneeketten oder Spikereifen haben, glatte Straßen sind ja nicht unerwartet. Nach einem Anruf sind in kürzester Zeit eine Pistenraupe, ein Auto und ein Schneemobil zu Hilfe geeilt. Die Pistenraupe hat den Bus ein gutes Stück den Berg hinauf gezogen. Sehr spektakulär. Meine Kamera habe ich nicht mit genommen, das war mir zu gefährlich. Aber ich hatte ja noch mein Handy.




Als der Bus den Rest des Weges wieder alleine fort gesetzt hat, dachten wir schon, die Pistenraupe müsste und noch einmal helfen. Auf der Straße stand ein Auto und die Straße war dort nicht breit genug, so dass der Bus stehen bleiben musste. Nachdem der Autofahrer zurück geschoben hat, hat es eine Weile gedauert den Bus wieder in Fahrt zu bringen, aber mit Hin- und Herrutschen hat es ja auch vor unserer Panne schon funktioniert ...


Kurz nach 10 waren wir endlich am Parkplatz angekommen und konnten gerade mal ein paar Autos vor uns und die beiden Busse neben uns erkennen. Kein Wetter bei dem man Lust auf Skifahren oder Snowboarden bekommt. Da die Hütte zum Ausborgen der Ausrüstung recht klein war, wurden immer nur ein paar Leute aufgerufen, die dann zur Hütte geführt wurden. Der Rest musste im Bus warten. Zuerst wurden die Ski ausgegeben, die Snowboards mussten warten. Sie waren aber gut vorbereitet, für jede Person standen schon Ski und Schuhe in passender Größe bereit und in den Schuhen steckte ein Zettel mit dem richtigen Namen. Als ich endlich mein Board bekommen und meine Schuhe umgetauscht hatte, war es schon halb 12. Etwas enttäuschend, um halb 1 war eine Pause mit Grillen eingeplant und um 3 sperren die Lifte zu, um halb 4 sollte der Bus nach Hause fahren. Da ich kein Würstel-Fan bin, habe ich mir Brote mit genommen.


Als mir mein Snowboard gereicht wurde, wurde ich etwas gefragt, ich habe es zwar nicht so ganz verstanden, aber einfach mal geantwortet, dass ich Goofy fahre, also mit dem rechten Fuß vorne fahre. Der Mann hat die Bindungen irgendwie gedreht und ich dachte, das wird so passen. Aber nach ein paar Abfahrten tat mir mein rechten Knie weh und ich dachte mir, wenn mein vorderer Fuß 90° zum Board steht, passt irgendwas nicht. Daher war mir die Pause kurz vor 1 nur recht, ich wollte mir die Bindung drehen lassen. Die Kommunikation war etwas schwierig, der Mitarbeiter meinte, das sind die Standardwinkel, warum ich die drehen lassen will. Danach hat er mir die hintere Bindung drehen wollen, anstatt die vordere. Ich habe auch zugestimmt, dass ich mit dem linken Bein vorne stehe, ich weiß nicht, wie ich darauf stehe, wenn ich nicht gerade fahre, aber ich werd versuchen es mir für nächstes Jahr zu merken ... Nach einigen Verwirrungen waren die Bindungen endlich so gedreht wie sie sein sollten. Ich bin regular gestanden und damit goofy gefahren. *g*


Unterwegs war ich mit einer Schifahrerin aus Finnland, wir sind auch immer zusammen Schlepplift gefahren. Es gab eigentlich nur einen Lift und rechts und links davon eine Abfahrt. Später wurde angeblich ein anderer Lift aufgemacht, nachdem das Wetter dann etwas besser wurde, wir haben ihn aber nicht ausprobiert. Die Pisten waren gut, die eine war zwar sehr flach, aber für die vielen Anfänger unter uns trotzdem steil. Auf der anderen Seite hat es mir besser gefallen, es war steiler und es gab auch einige Stücke mit tiefem Schnee. Der Schnee war überhaupt toll gestern, auch in Moholt.


Beim Schifahren habe ich Stürze nicht leiden können. Man verliert einen Schi oder verdreht sich den Fuß, danach ist es so schwer die Schi wieder in die richtige Position zu bringen. Aber mit dem Snowboard gehören Stürzte für mich irgendwie dazu, sind halt ein paar Purzelbäume und danach gehts weiter. Da trau ich mich auch mal Kurven zu machen, bei denen ich mir nicht sicher bin, dass ich danach noch stehe. ^^ Aber gestern hatte ich 2x wirklich schirche Situationen im Schlepplift. Also mal aus dem Schlepplift rauszufallen passiert halt ab und an, vor allem beim Lernen. Aber so wie gestern ... Einmal hat uns der Typ, der den Bügel reicht, diesen nicht richtig/schnell genug gegeben, Heli - die Schifahrerin - hat ihn gar nicht richtig bekommen und ich hab natürlich versucht alles noch irgendwie zu richten und bin dabei gestürzt. Der Bügel hat sich unter meinen am Board befestigten Fuß gehängt und mich mit nach oben gezogen. Ich hab versucht meinen Fuß so zu halten, dass die Haltung nicht schmerzhaft ist und gleichzeitig versucht den Fuß vom Bügel zu befreien. Leider habe ich sehr lange damit gebraucht, der Lift hat so stark gezogen und im Liegen und Hinterherschleifen war alles sehr anstrengend. Sie haben auch eine Weile gebraucht, bis sie den Lift endlich angehalten haben, aber danach konnte ich mich glücklicherweise unverletzt los machen.


Der zweite Liftunfall war bei unserer letzten Fahrt nach oben, bevor wir die Sachen abgeben wollten. An einem eisigen Stück rutscht man etwas nach rechts und Heli versucht immer nach links zu kommen. Dabei hatte ich das Gefühl, sie drückt mit ihrem rechten Schi stark gegen mein Board und wir sind immer weiter nach rechts gedriftet. Schlussendlich kam ein großer Eisbrocken und wir sind gestürzt. Der Bügel hat sich wieder verfangen und wir sind mit geschleppt worden. Genau an der Stelle hat es wohl auch 2 andere vor uns erwischt, die am rechten Rand lagen. Wir sind in die beiden gekracht, konnten uns aber alle 4 vom Lift befreit und - bis auf blaue Flecken - unverletzt zu Fuß auf den Weg nach oben machen. Gut, dass ich mein Handy im Rucksack besser verstaut habe als sonst, es ist trotzdem ein wenig nass geworden. Es ist bei den Stürzen wohl der Zipp aufgegangen, im vorderen Fach war viel Schnee.


Beim Fahren dachte ich, ich würde einen Muskelkater in den Oberschenkeln bekommen. Aber heute habe ich einen Muskelkater in den Schultern und im Genick. Ob das wohl von meinen verzweifelten Versuchen, mich aus dem Lift zu befreien, kommt?


Nach ein paar Problemen den richtigen Bus zu finden, sind wir endlich im richtig gelandet und es ging sogar etwas früher als geplant - kurz nach viertel 4 - zurück nach Trondheim. Nach einem kurzen Nickerchen im Bus habe ich ein paar Videos von der Fahrt gemacht, da die Aussicht so schön war.









Am Abend bin ich mit Leah nach Steinan - ein anderes Studentendorf - gefahren. Wir haben dort Rebecca besucht und sind danach zusammen auf eine Party gegangen, zu der wir von norwegischen Studenten eingeladen wurden. Die Wohnungen in Steinan sind wirklich nett. Die Zimmer gehen über 2 Stockwerke. Das untere Stockwerk ist ca. so groß wie die Zimmer in Moholt Herman Kragsvei, es gibt dort zusätzlich noch ein Waschbecken, einen Spiegel und eine Couch. Im oberen Stockwerk ist das Bett, der Kasten, der kleine Tisch bzw. stellen die meisten den Tisch nach unten zur Couch und haben oben noch anderes Zeug stehen. Bad und Klo sind getrennt. Nachdem wir - als Austauschstudenten in der Minderheit - dort angekommen sind, hat es ziemlich lange gedauert, bis sich jemand mit uns unterhalten wollte und nicht nur "Entschuldigung" zu uns gesagt hat, weil wir im Weg standen. So sind die Norweger nun mal, ein großer Unterschied zu der Party am Tag zuvor. Aber wir haben uns dann doch mit einigen auf der Party unterhalten, Absinth gekostet und die verrückten Leute mit ihrem Masken beobachtet. Mich würde interessieren ob manche von ihnen auch ohne Alkohol so schräg drauf sind. Einer sah aus wie Thomas Gottschalk, aber den kannte er natürlich nicht. ;)

Nach Hause konnten wir ein Stück mit dem Bus fahren und sind den Rest zu Fuß gegangen. Aber es hat nicht mehr geschneit und war schön zu gehen. Ich habe erwartet nach so einem Tag hundemüde zu sein, aber als ich nach Hause kam habe noch zwei Folgen einer Serie geschaut, bevor ich schlafen gegangen bin. Dafür habe ich es heute ausgenutzt ausschlafen zu können.

Einsamer Milchreis

Am Freitag wollte ich Grøt (Milchreich) kosten. Den gibt es jeden Freitag in allen Cafeterias der NTNU, Erasmus Student Network (ESN) lädt dazu ein sich dafür jeden Freitag um 2 im Elektrogebäude zu treffen. Ich habe leider keine Tische des ESN gefunden, Milchreich habe ich trotzdem gegessen. Eine Schüssel Milchreich mit Zimt und Zucker + ein Glas Saft ~ € 3,30. Hat gut geschmeckt, aber eigentlich wollte ich ja nicht alleine essen ... vielleicht schaff ichs ja beim nächsten Mal! Hier ein paar Fotos vom EL-Gebäude:







Danach war ich noch in der Bibliothek. Das Buch, das ich mir eigentlich ansehen wollte, ist leider ausgeborgt. Ich wollte Kopien aus einem anderen Buch machen, aber der Drucker/Kopierer war gerade sehr beschäftigt. Nachdem ich dann nicht mehr warten wollte, bin ich gegangen. Aber nicht ohne vorher ein Foto von der Liege zu machen:

Der Zettel an der Wand dahinter fordert dazu auf, die Liege für einen Power Nap zu nutzen!

Die Studien haben ein Kürzel aus 3 Buchstaben, Vorlesung, die für ein Studium gedacht sind, haben eine Kennzahl, die sich aus dem Studienkürzel + einer Nummer zusammen setzt. Das Buch, das als Hauptreferenz für eine Vorlesung dient, hat die gleiche Nummer wie die Vorlesung! Sehr praktisch. Auf der Bibliotheksseite kann man sich eine Karte der Bibliothek anzeigen lassen und dort ist dann das Regal markiert, in dem das Buch steht. Nummern haben die Regale auch, Probleme ein Buch zu finden sollten nur auftreten, wenn das Buch nicht im Regal steht. ^^

Wieder zu Hause und gleich wieder fort: Einkaufen. Ich habe einen neuen Supermarkt ausprobiert, bei dem es zur Zeit die Pizzen um ~ € 1,26 gibt, das Angebot im anderen Supermarkt gibt es nicht mehr. Leider hatte ich auch hier kein Glück mit meiner Bankomatkarte. Die Entscheidung für MasterCard anstatt Visa werde ich hier jede Woche mindestens 2x bereuen ...

Am Freitag Abend war die Buddy Party, ich bin aber nur auf einer Party davor gewesen. Die Buddy-Party wäre in der Stadt gewesen, das heißt nicht nur spät nach Hause kommen, sondern auch noch zu Fuß gehen, wenn man kein Geld für Taxi oder Nacht-Bus zahlen will. An dem Abend waren sehr viele Leute unterwegs, es gab mehrere Parties in Moholt und das Basement in Haus 24 hatte natürlich offen. Sogar in unserem Haus war das Basement geöffnet. In fast jedem Gebäude hier gibt es ein Basement - einen Raum im Keller - der einer Fachschaft oder so zur Verfügung gestellt wird. Für die Ausstattung bekommen sie Geld von SiT, das ist die Organisation, die auch die Wohnungen hier vermietet. SiT ist eine Non-Profit Organisation, die von Studenten geleitet wird und von Behausung über Sportmöglichkeiten und Kindergärten bis zur Medizinischen Versorgen so ziemlich alles bietet, was man als Student gut brauchen kann.

Die Party war zur späteren Stunde so voll gestopft, dass die Leute im Stiegenhaus bleiben mussten und dort getrunken und sich unterhalten haben. Manche sind auch gleich wieder gegangen, es war einfach nicht genug Platz. Als mein Gesprächspartner sich ein neues Bier holen ging, bin ich kurz darauf von jemanden angesprochen worden: Ich soll doch nicht alleine rum stehen, sondern mich zu ihrer Gruppe hinzu gesellen. Meine neuen Gesprächspartner waren aus Thailand, Serbien und Deutschland. Nachdem die meisten in die Stadt zur Buddy-Party weiter gezogen sind, habe ich mich noch eine Weile nett im Stiegenhaus unterhalten bevor ich nach Hause gegangen bin.

Freitag, 28. Januar 2011

Feueralarm

Ich hab ganz vergessen zu erwähnen, dass wir auch den Feueralarm schon getestet haben. Funktioniert sehr gut ... Eigentlich wollten wir nur etwas Tee kochen und Butter schmelzen. Es stand schon ein Topf am Herd, ich weiß nicht genau, ob es darin schon gebrodelt hat, bevor wir begonnen haben den Herd zu nutzen, auf jeden Fall hat das irgendwann fröhlich vor sich hin geblubbert. Wir waren in der Wohnung von Verena, sie hat 3 Mitbewohner und meinte, einer kocht gerade etwas. Wir haben uns auch nicht darum gekümmert, ist ja auch nicht über gegangen oder so. Als es dann angebrannt gerochen hat, dachten wir, es kommt von den Brownies, die wir im Backrohr hatten. Aber Verena ist dann aufgefallen, wie rauchig es in der Küche ist und es hat sich heraus gestellt, dass gerade niemand etwas kocht ... Der Rauch, der sich dann nach Hochheben des Deckels ausgebreitet hat, ist durch die offene Türe in ihr Zimmer gedrungen und hat dort den Feueralarm ausgelöst. Wir haben also wieder dazu gelernt: 1. Genau aufpassen, dass man nur die Kochplatten aufdreht, die man braucht. 2. Wenn man kocht sollten die Zimmertüren geschlossen sein, da die Rauchmelder in den Zimmern sehr empfindlich sind. Gut, dass sie die Nummer schnell hatte und den Alarm ausschalten lassen konnte, wenn jemand kommen muss, kostet das einiges.

Gestern waren wir einkaufen und ich habe mir eine Schibrille um ~ 50 Euro gekauft. So eine Haube wie ich wollte, habe ich leider nicht gefunden. Aber die Preise der Hauben im Sportgeschäft haben mich schon beeindruckt: da gibt es Hauben um € 50 oder mehr! Bei H&M gibt es hingegen einige sehr billige Dinge. Vielleicht finde ich ja noch ein Geschäft, in dem ich "meine" Haube für einen akzeptablen Preis erstehen kann. Nach der Shopping Tour haben wir uns im Sportcenter körperlich betätigt und danach ... weiter angestrengt. ^^ Wir haben den Bus zurück nach Moholt knapp verpasst. Es hat stark geschneit und beim Verkehr ging kaum etwas weiter. Nach einiger Wartezeit sind wir dann zu Fuß los marschiert. Es standen schon ziemlich viele Leute an der Busstation, wer weiß ob wir überhaupt Platz gehabt hätten, wenn dann mal ein Bus gekommen wäre. Angekommen sind wir fast gleichzeitig mit einem Bus, wir konnten aber nicht sagen, ob das der war, den wir knapp verpasst haben, oder ein anderer. Ich habe ein kurzes Video bei der Bushaltestelle gemacht:

Auf der Uni habe ich heute ein paar Fotos aus einem Vorlesungssaal heraus gemacht. Nach meinen Vorlesungen wollte ich zum International Office gehen um mein Learning Agreement unterschreiben zu lassen. Aber die Ansprechperson dafür ist erst morgen wieder da. Auf dem Rückweg habe ich noch einmal ein paar Fotos gemacht.




Am Abend gabs heute mal wieder gemeinschaftliches Tiefkühlpizza-Essen und danach gings auf zu einer Party hier in Moholt. Dort habe ich einiges über Singapur erfahren und mich mit einer in Polen lebenden Norwegerin unterhalten. Sie meinte die Polen begegnen den Norwegern recht feindseelig, weil die Norweger nun mal viel Geld haben und in Polen alles viel billiger ist. Sie hat noch keine Polen näher kennen gelernt.

Wir sind vom Pizza-Essen gemeinsam auf die Party gegangen: 9 Leute von denen nur 1 eingeladen war. Naja, das wird hier alles nicht so ernst genommen, man freut sich, wenn man die Möglichkeit hat, mehr Leute kennen zu lernen. Getränke bringt eh jeder selbst mit. Ich war überrascht, dass die Leute dort "Looping Louie" als Trinkspiel spielten. (Auch abgesehen davon, dass sich in Norwegen wohl die meisten darüber freuen, wenn sie etwas trinken dürfen, besonders wenn es der Alkohol von jemand anderen ist.) Mit in die Stadt bin ich danach nicht mehr gegangen. Vielleicht geht ja nach dem Blogpost noch etwas an meinen Übungen voran?

Mittwoch, 26. Januar 2011

Regen und Eis

Nachdem es die letzten Tage sehr viel geregnet hat, ist auf vielen Straßen- und Gehwegstücke die Eis-Schneekruste geschmolzen und der Boden in vielen Bereichen zum Vorschein gekommen. Außerdem kann ich mir nun vorstellen, was schlimmer ist, als auf eisigem Boden auszurutschen: auf eisigem Boden auszurutschen, der mit einer Schicht Wasser bedeckt ist. Glücklicherweise habe ich bis jetzt nur einige Male ungraziöse Verrenkungen vorgeführt, aufgelegt hat es mich noch nicht. *stolzbin* Es war so warm, dass ich sogar ein Stückchen grün entdecken konnte. Heute war es aber wieder kälter - unter 0°C - und der Boden ist fast überall wieder von einer (teilweise sehr dünnen) Eisschicht bedeckt. Na es soll ja auch wieder wärmer werden ...

Am Samstag waren wir auf der Studenterhytta Pancakes - so viele man will um ~ € 6,30 - essen. Auf der Hütte ist es sehr nett, wir haben die Zeit zwischen Einkehr und Essen mit den dort vorhandenen Spielkarten und der Gitarre verbracht. Die "Pancakes" sind keine American Pancakes, sondern sehr leckere dicke Palatschinken. Dazu gabs Zucker, Zitronensaft und Marmelade. 5 sind sich bei mir ausgegangen, danach haben wir uns wieder auf den Heimweg gemacht. Der letzte Bus fährt leider schon um 16:55 (Essen gabs ab 15:30, aber da ist es erst nur mit Suppe los gegangen), also nicht allzu viel Zeit. Auf der Hütte kann man auch Übernachten. Die Übernachtung ist angeblich gratis, wenn man mithilft.

Heute Abend gab es einen Informationsabend im Cafe hier, mit gratis Keksen und Getränken. Anschließend hat ein Student mit Gitarre und Gesang für gute Stimmung gesorgt. Ich habe heute auch einen Schitag gebucht, morgen geh ich Skibrille und Haube kaufen, dann sollte ich gut gerüstet sein.

Das Englisch der Franzosen finde ich immer noch recht witzig. Die meisten lassen ein H am Anfang eines Wortes einfach weg. Wenn man jemanden kennen lernt, in dessen Muttersprache man einige Wörter kann, dann wird das meistens gleich vorgeführt. Das führte heute zu dem Lied "Frère Jaques", das an unserem Tisch vor dem Hintergrund von motivierender "Partymusik" gesungen wurde. ^^ Deutsch können eigentlich viele Leute zumindest ein bisschen. Die typischen Sätze sind dann: "Grüß Gott" und "Sprechen Sie Deutsch?". Ich finds witzig, wie man sich freut, wenn man sagen kann: "Ich kann einen Satz in deiner Sprache!". Mein norwegischer "Vorsage"-Satz ist übrigends sowas in der Art: "Kannst du mir ein bisschen neues Norwegisch beibringen?". Vielleicht wirds ja was. ;)

Dienstag, 18. Januar 2011

Random Information

Heute gibts mal einen kurzen Mix aus (zumindest für mich ;) ) interessanten Informationsstückchen:

Ich will immer "Mahlzeit" sagen, bevor wir zu essen beginnen, es gibt aber nichts ähnliches im Englischen. Auch in Zambia wird nichts ähnliches vor dem Beginn einer Mahlzeit gesagt, dafür gebetet. Das koreanische Wort habe ich zwar am Samstag gelernt, aber ich kann mich nicht mehr genau erinnern ...

Wenn in Russland zwei Leute mit dem gleichen Vornamen aufeinander treffen, kann sich ein Dritter zwischen sie stellen und sich etwas wünschen.

Wenn die Leute in Norwegen in den Bus steigen, setzen sie sich auf leere Platzgruppen. Gibt es keine solchen mehr, setzen sich die Norweger zuerst neben Kinder oder alte Menschen. Als nächstes in der Reihenfolge kommen Frauen und am Schluss werden auch die Plätze neben Männern belegt. Geredet wird auch hier (so wie bei uns) im Bus normalerweise nicht, wenn man neben einem Fremden landet. Den Afrikanern kommt das sehr kalt vor, denn sie setzen sich normalerweise neben eine fremde Person im Bus und fangen dann ein Gespräch an. Wenn einer aussteigen muss, verabschiedet man sich und kann auf eine nette Unterhaltung mit einem Fremden zurück blicken.

In Barcelona heißt es: "Ein Mensch braucht 8 Umarmungen pro Tag um glücklich zu sein.". Bekannte und Verwandte von Tania aus Barcelona haben ihr daher gesagt, sie werde in Norwegen nicht glücklich sein. Aber da wir nun davon wissen, bemühen wir uns natürlich dazu beizutragen sie glücklich zu machen. ;)

In Spanien ist es scheinbar zumindest an manchen Universitäten so, dass sich die Studenten ihre Kurse aussuchen, sich für Prüfungen anmelden und danach die Prüfungstermine so gelegt werden, dass sich für niemanden Prüfungstermine überschneiden.

In Spanien gibt es "deutschen Salat", das ist Salat mit Kartoffeln, Mayonnaise und Frankfurter. Die Deutschen wissen nichts von einem Salat mit Frankfurtern und ich hätte davon auch noch nichts gehört ...

Außerdem gibt es ja in Spanien bekanntlich die Siesta. Man geht am frühen Nachmittag für eine halbe Stunde schlafen, isst spät zu Abend und von nächtlichen Touren kommt man vor 6 normal nicht nach Hause. Die Spanier konnten es kaum glauben, als der Club hier in Trondheim schon um halb 3 zu gemacht hat.

Zweistündige oder längere Vorlesungen hier werden mit einer 10-15 min. Pause unterbrochen. In der Zeit holen sich die meisten etwas zu Essen und zu Trinken. Es wird dann einfach in der Vorlesung gegessen. Die Norweger essen angeblich sehr oft am Tag. Für die Spanier ist es ungewöhnlich, dass es passieren kann, dass man über Mittag durchgehend Vorlesungen hat, denn auf ihrer Uni gibt es bei ihnen normal eine Stunde zu Mittag, in der grundsätzlich keine Vorlesungen statt finden.

Sonntag, 16. Januar 2011

Egon Tårnet

Im Turning Tower haben wir 74m über dem Boden viel zu viel Pizza und ein bisschen Salat gegessen. Nebenbei gab es eine tolle Aussicht zu bewundern. Es war zwar leider bewölkt und deshalb ging unser Plan, den Sonnenuntergang zu beobachten, nicht auf, aber der Ausblick war trotzdem schön.



Ein Video (sind versehentlich 2 zusammenhängende, deshalb der Sprung in der Mitte):






Und hier noch ein Bild vom Tower am Abend von außen: (der Himmel war nicht so rot wie er hier erscheint)


Wir sind zu Fuß zum Tower gegangen und kurz nach halb 3 dort angekommen. Obwohl wir mehr als 30 Leute waren mussten wir um die Zeit nicht auf einen Tisch warten. Später wurde es aber voller. Es hat sich nur der Teil mit den Tischen außen bewegt, innen wo sich Küche, Bar, Buffet, Stufen ... befinden, steht der Tower still. Dadurch kann man sehr gut sehen, wenn man sich bewegt. Man spürt auch einen kleinen Ruck, wenn der Boden still stand und sich dann wieder in Bewegung setzt. Etwas gewöhnungsbedürftig. Man muss auch mal überlegen, in welcher Richtung das Buffet gerade näher liegt. Es gab grünen Salat mit Mais und Papriko und 2 Saucen. Außerdem 3 verschiedene Pizzen, die alle sehr lecker waren. Getränke musste man zwar extra zahlen, aber Wasser gab es gratis.

Hogwarts?

Freitag war ein sehr sonniger Tag, wenn auch ziemlich kalt. Mich irritiert der fast ständig sichtbare Mond mehr, als die am-Horizont-pickende-Sonne. In der Wettervorschau steht: "Mondaufgang: 10:41, Monduntergang: 8:37" (Sonnenaufgang: 9:36, Sonnenuntergang: 15:20).


Auch wenn ich lieber mit zum Meer gegangen wäre, bin ich doch zu einer Übungsbesprechung auf die Uni gefahren. Die "Besprechung" hat ca. 7 Minuten gedauert, wurde durch 4 PP Folien unterstützt und die Teilnahme hat sich überhaupt nicht ausgezahlt. Als ich zur Bushaltestelle gegangen bin, konnte ich den Bus beim Wegfahren beobachten und hab daraufhin meinen Plan - Sportsachen holen und dann zum Sportzentrum - wieder verworfen und bin in das "Hogwarts"-Gebäude gegangen um ein paar Fotos zu machen.





In dem Gebäude befindet sich die Hauptbibliothek (wo ich letztens von hinten hinein wollte ...). Der erste Eindruck vom Inneren ist erinnert eher an eine Kirche. Auf jeden Fall sieht es eindrucksvoll aus:






Als ich das Gebäude wieder verlassen habe, habe ich noch ein Foto von Kristiansen Fortress vor interessantem Pink gemacht:

Am Abend gabs eine Welcome-Party in einem Club in der Stadt. Gratis Eintritt für Austauschstudenten bis 00:30 oder so, wir sind kurz vor Mitternacht dort angekommen. Gegen halb 3 war der Club immer noch sehr voll, viele wollten weiter machen, aber um die Zeit ist die Nacht dort vorbei. Nachdem um diese Zeit kein normaler Bus mehr fährt und der Nachtbus ca. 7 Euro kostet (das Taxi, wenn man zu 4. fährt sollte etwas billiger sein), sind wir zu Fuß nach Hause gegangen. Wir waren ca. eine dreiviertel Stunde unterwegs. Die Sicht von der Brücke aus, die wir überqueren mussten, war großartig. Meine Kamera habe ich leider nicht mit genommen, war mir zu gefährlich und zu schwer zu tragen. ;) Aber ich hab ja noch mein Handy:



Am Samstag habe ich erst mal laaaang geschlafen und am Abend gab es in unserem Apartment eine Pancake-Party. Ich hab aus 1,5 Kilo Mehl für 11 Leute Pancakes gemacht. Leider habe ich nur mit etwa 0,6 kg begonnen und musste noch eine Nachfuhr machen, während alle gewartet haben. Das nächste Mal weiß ich ja, wieviel ich nehmen muss ... ;) Bei den (Karten-)Spielen anschließend ging es so heiß her, dass viele während dem Spielen gestanden sind, um schnell reagieren zu können. Nach so viel Spannung und Spaß gestern, haben wir hoffentlich die Pancakes entsprechend verdaut um uns heute dem All-you-can-eat Pizza und Salat Buffet im Turning Tower (Egon Tårnet) widtmen zu können! Das Buffet kostet 99 Kronen - zum Vergleich die Speisekarte (die Preise sind soweit ich weiß "normal" für Norwegen): http://www.vitaminw.no/kunde/egon/FilVedlegg/1/Meny2010/Tysk_meny.pdf .

Freitag, 14. Januar 2011

Vorlesungen und Wäsche

(wieder 2 Posts auf einmal)

In der 1. Vorlesung die ich heute hatte (um 8:15), waren hauptsächlich Austauschstudenten. Mit 3en habe ich mich danach zu einem Tee/Kaffee zusammen gesetzt, weil wir alle auf unsere nächste Vorlesung warten mussten. Wir waren uns einig darin, dass die Vorlesung unglaublich langweilig war und haben überlegt, ob wir überhaupt noch hin gehen. Das Learning Agreement habe ich noch nicht fixiert ... Aber morgen besuchen wir zumindest die Übungsbesprechung. Unsere Theorie, warum nur so wenig norwegische Studenten in der Vorlesung waren, lautet: die kennen den Vortragenden schon und machen die Vorlesung deshalb nicht. Ich habe auch von einer weiteren Vorlesung erfahren, die zwar recht anspruchsvoll und programmier-intensiv zu sein scheint, aber sehr interessant klingt. Vielleicht nehme ich sie dazu oder tausche gegen die langweilige, ich muss mich noch erkundigen. Für meine 2. Vorlesung bin ich im falschen Raum gelandet. Da viel mehr Leute im Saal waren als ich erwartet hätte und der Anteil der weiblichen Stundenten für so eine Vorlesung (Distributed AI Agents) auch verdächtig hoch war, habe ich es aber rechtzeitig bemerkt und noch rechtzeitig Raum wechseln können. ^^ Diese Vorlesung wird auch viel interessanter vorgetragen als die, die ich davor hatte.


Ich habe mir 2 Bücher zu Vorlesungen aus der Bibliothek geholt. Die kann man für 2 Wochen ausborgen. Im Gegensatz zur TU Bibliothek darf man hier auch mit Rucksack und Jacke eintreten. Wenn man ein Buch online sucht, kann man sich eine Karte der Bibliothek anzeigen lassen, auf der der Standort des Buches eingezeichnet ist. Zuerst war ich etwas verwirrt, weil dort am Regal ein Zettel klebt: "Bücher mit weißen UND blauen Klebern können nicht verliehen werden." Es hatten so viele Bücher weiße und blaue Pickerln, ich hatte mein Buch schon wieder zurück gestellt. Ein Deutscher, der das gleiche Buch ausborgen wollte - es gab nur noch eines, das verliehen werden konnte - hat dann mit mir zusammen gerätselt, wie das nun mit den Büchern ist. Ich habe dann entdeckt, dass manche Bücher einen blauen und weißen bedruckten Streifen UND einen weißen leeren Streifen haben und einfach mein Glück mit dem blau-weißen versucht. Bingo, nur die mit dem leeren weißen Streifen werden nicht verliehen. Ninja! :) 


Angeblich kann man als Student auf der NTNU gratis drucken. Das werde ich auf jeden Fall für Vorlesungsutnerlagen nutzen. Auch privates Zeug kann man wohl ohne Probleme drucken. Mal schaun.


Waschen war ich heute auch zum ersten Mal. Ich habe mir gestern schon eine Waschmaschine reserviert, wäre aber nicht notwendig gewesen. Es waren viele Maschinen frei. Die Waschmaschine hat angezeigt, meine Wäsche braucht 20 Minuten. Nach ca. 30 bin ich wieder gekommen und es waren immer noch 6 Minuten über ... Ich habe die Zeit genutzt um den Filter des Trockners zu säubern, den ich benutzen wollte. Es steht zwar überall, man soll den Filter reinigen, bevor man den Trockner nutzt, aber so voll wie der war, hat den wohl schon seit Ewigkeiten keiner mehr angesehen. Ich habe nur einen kleinen Anteil meiner Wäsche dem Trockner anvertraut, da die meisten Wäschestücke laut Zettelchen nicht im Trockner getrocknet werden sollen. Ein T-Shirt, das ich eigentlich nicht trocknen wollte, ist mir auch hinein gerutscht. Es ist ihm scheinbar nichts passiert, abgesehen davon, dass es zerknitterter ist als die, die ich auf dem Tisch im Zimmer aufgelegt habe. Das nächste Mal werde ich vielleicht mehr trocknen und in erster Linie T-Shirts im Zimmer auflegen und -hängen, die Jenas und Jackerln sind doch sehr feucht und schwer. An den Waschmittelgeruch im Zimmer habe ich mich schon gewöhnt ...


Heute Abend war ich auf einer "Traffic Light Party", bei der man sich je nach Beziehungsstatus kleiden muss. Es war eine Non-Alcoholic Party von 19:00 - 22:00, anfangs waren kaum Gäste da, aber langsam sind es doch mehr geworden. Es war ein lustiger Abend mit vielen bekannten und neuen Gesichtern. Als zwei Amerikaner aufeinander getroffen sind meinte sie zu ihm (ich bin mal so frei und übersetze alles, damit jeder folgen kann ;) ): "Bist du aus der USA?" - "Ja." - "Ah, hab ich mir gedacht, Englisch ohne Akzent ..." -> Die meisten von uns sind nicht so geübt in Englisch, aber wenigstens gibt es hier auch einige, von denen man sich ein bisschen "akzentfreies" Englisch "abhören" kann. ;)

Brücke und Kristiansten

Gestern war mein freier Tag, am Mittwoch habe ich keine Vorlesungen. Ich konnte lange schlafen und hatte am Vormittag die Gelegenheit die Müllabfuhr von meinem Fenster aus zu beobachten (und fotografieren):

 Klein außen, groß innen. :)

Wir haben uns um 14:00 getroffen und sind dann zur "roten Brücke" (Old Town Bridge) und einer Festung (Kristiansten Fortress) gegangen. Es war leider kein schönes Wetter, ich hoffe noch einmal bei schönem Wetter dort hin zu kommen. Es ging teilweise steil bergauf und war sehr eisig, wir haben es aber gut überstanden. ;)







 Sehr viele Häuser sind mit der norwegischen Flagge ausgestattet.





Der Radlift-Automat. Dafür braucht man ... eine Karte! Sonst war vom Lift nichts zu sehen, alles zugeschneit und mit einer Eisschicht bedeckt.


Am Abend haben wir dann einen Deutschen besucht. Er lebt für dieses Semester mit 8(?) anderen zusammen in einem Haus eine Busstation weiter. Zuvor waren wir zwar noch billige Tiefkühlpizza kaufen (10 Kr / Pizza!), aber als wir dort ankamen, war schon alles für selbstgemachte Pizza vorbereitet. Abwechselnd Naccos mit leckerer Guacamole von Tània und leckere Pizza der dort anwesenden Mitbewohner/Besucher gegessen - hmm ... Es war ein netter Abend in größerer Runde. Ich bin schon etwas vor Mitternacht aufgebrochen, da ich am Donnerstag um 8 Uni habe.

Mittwoch, 12. Januar 2011

Viele bunte Nischen ...

Heute hatte ich endlich meine erste Vorlesung, die auch statt fand. Natural Language Interfaces, der Professor hat auch erfreulicherweise von Anfang an English gesprochen. Ein paar Sprachbeispiele sind zwar leider auf norwegisch oder schwedisch, aber meistens sind auch gleichartige englische Beispiele dabei, also kein Problem. Die Vorlesung war recht nett, ein Deutscher nimmt noch teil, sondern etwa 7 Norweger. Danach hätte ich noch einen Lab-Termin gehabt, aber der hat wie erwartet nicht statt gefunden. Nun weiß ich zumindest wo der Vorlesungssaal ist.

Ich habe einige Fotos vom Inneren der 3 MainBuildings gemacht, die im Erdgeschoß und 1. Stock mit einem Gang verbunden sind. Im Erdgeschoß gibt es in der Mitte Kästen bzw. Mistkübel und am Rand bunte Nischen mit diversen Inhalten, wie zum Beispiel eine weiche Bank. Die finde ich toll und die Bank habe ich auch gleich getestet.











In dem Gebäude werden auch Buskarten verkauft, es gibt ein Papiergeschäft, einen kleinen Supermarkt ...

Danach habe ich zwei weitere Austauschstudenten getroffen. Einer meinte es gibt eine interessante Uhr, ein langsames Pendel, das sich mit der Zeit auch im Kreis dreht, im Chemiegebäude. In das Gebäude wurde ich zum Bankomat geführt und konnte endlich Geld abheben. Das Pendel habe ich nicht gesichtet, aber ich habe ja noch genug Zeit weiter danach zu suchen. ;)

Weitere Fotos von NTNU Gebäuden am Campus Gløshaugen:







 Das letzte Gebäude wird das "Harry-Potter-Haus" genannt. Drinnen war ich noch nicht. ;)


Heute (bzw. inzwischen gestern) hatte Margien aus den Niederlanden Geburtstag. Sie hat uns einen Stamppot gekocht. Dazu gab es Würstel mit norwegischer Sauce und spanisches Omelett. Zur Nachspeise wurde etwas Crepe-ähnliches aus Italien mit Schokolade bestrichen und kurzerhand mit der Schere in Streifen geschnitten. ^^


Anschließend war ich noch Kartenspiele im "Activity House" spielen. Das Haus ist sehr nett, es gibt da drinnen ein Cafe, in dem man um 10 Kronen (€ 1,30) eine Waffel oder Kuchen und um 5 Kronen (€ 0,65) Tee oder Kaffee bekommt - also ziemlich billig! Angeblich gab es früher auch um 5 Kronen all-you-can-eat, aber vermutlich wurden die Preise erhöht, als das Cafe umgezogen ist. Das Haus ist sehr schön und es gibt auch einige Spiele dort, die man ausborgen kann. Auch ein Tischfußballtisch ist vorhanden, das Spielen ist gratis.


Im Supermarkt habe ich heute wieder versucht mit der MasterCard zu bezahlen, aber das funktioniert leider nicht. Vielleicht geht es ja nur im anderen Supermarkt (der aber angeblich teurer ist). Na immerhin weiß ich jetzt, wo ich am Campus einen Bankomaten finde. :)


Morgen scheint hoffentlich die Sonne, dann geht es endlich zur "roten Brücke" (Old Town Bridge).